Das ist der Index

Rekorder mieten

Die Räumlichkeiten des Rekorders kann man auch mieten. Ob für einen Workshop, deinen Geburtstag oder eine private Party oder Konzert – vieles ist möglich. Wir verfügen über alle notwendige Technik und Einrichtung für einen gelungenen Abend bzw. Tag. Schreib uns unter info@rekorder.org und wir unterbreiten dir gerne ein individuelles Angebot.

Bitte beachte, dass das reguläre Programm des Rekorders bei uns stets im Vordergrund steht und wir dementsprechend nur ausgewählte Veranstaltungen an Tagen realisieren können, an denen der Rekorder nicht geöffnet hat. Für eine schöne, uns ansprechende Veranstaltung vermieten wir den Rekorder gerne.

Rekorder – Nur in unseren Köpfen – Die große Geisterparty (Soli)

https://www.love-your-artist.de/de/rekorder/nur-unseren-koepfen/

Hast du dir schon immer gewünscht, auf einer Party zu sein und gleichzeitig gemütlich auf deiner Couch zu chillen? Ihr könnt euch ganz unbekümmert interessieren, die große Geisterparty steigt in unseren Köpfen. Zur Geisterstunde um Mitternacht. Da machen sich die Geister auf, ganz schaurig, mit Bettlaken über den Köpfen, in Richtung Norden.Kein Konzert, Keine Party, Kein Corona.Wir brauchen eure Solidarität und Unterstützung. Ganz konkret, weil wir Miete, Strom und Heizung bezahlen müssen, die wir ohne die kommenden Veranstaltungen, die wir wegen des Corona-Virus schweren Herzens absagen mussten, schlichtweg nicht bezahlen können. Jeder Support hilft, auch das günstigste Ticket.Get your Geisterticket! & Support your local Local

Die VVK-Gebühren seht als Spende für LYA – Love Your Artist, die auch gerade viel Struggle haben.Geisterfoto: Stella Rossié und Nicola Gördes, Performance „THUG LIFE“ im Hamburger Kunstverein.

RekorderLive

SCHEISS REKORDER Folge 4 | Patrick Salmen

Neue Folge SCHEISS REKORDER mit Autor Patrick Salmen! Im Dezember 2019 war Patrick Salmen im Rekorder zum Warm-Up für seine Tour 2020 zu Gast. Im Interview erklärt er, warum der Abend eine wichtige Vorbereitung für die kommende Tour war & worauf sich seine Fans im nächsten Jahr freuen können. Danke für den tollen Abend!

Schlakks & Opek & Razzmatazz – Der Stoff, aus dem… (Waschsalonsession)

Der VIDEOREKORDER zeigt seine Aufnahmen

„Der Stoff, aus dem…“ erschien auf dem Album „Indirekte Beleuchtung“ in Zusammenarbeit mit OPEK und Razzmatazz.

Concepted and Photographed by: Hannah Schwaiger
Recording and Mixing : Arno Augustin
Gaffer: Leander Ott
Special thanks to:
Jan Kempinski
Konter Design Büro
Martin Lamberty
Felix Brückner

www.schlakks.de

SCHEISS REKORDER

Bands und KünstlerInnen sprechen über ihre Kunst und den SCHEISS REKORDER als Kulturort.

SCHEISS REKORDER Folge 3: Negar Forough und Laila Schubert

Bands und KünstlerInnen sprechen über ihre Kunst und den SCHEISS REKORDER als Kulturort. Folge 3 mit Negar Forough und Laila Schubert.

SCHEISS REKORDER Folge 2: Jonas Künne

Bands und KünstlerInnen sprechen über sich und den SCHEISS REKORDER als Kulturort. Folge 2 mit Singer-Songwriter Jonas Künne.

SCHEISS REKORDER Folge 1: The Freat Faults

Bands und KünstlerInnen sprechen über sich und den SCHEISS REKORDER als Kulturort. Folge 1 mit The Great Faults.

Wir testen die „100“

Pionier*innen gesucht! 

Wir testen die „100“ – eine neue Schauspielmethode für eine neue Zeit

Die besten Schauspieler*innen haben eine Sache gemeinsam: Sie verwandeln sich zu 100%. 

Sie sind so überzeugend, dass die Zuschauer vergessen, dass es sich „nur“ um ein Theaterstück oder einen Film oder eine Serie handelt. 

Wie gelingt ihnen das? (mehr …)

Magazinrelease „Nordstadt Entdecken“

Freitag 18 Uhr Rekorder II

Um das künstlerische Schaffen in unserem Viertel sichtbar zu machen, rief der Rekorder zum intermedialen Kunstwettbewerb “Nordstadt entdecken” auf.

Film: Rechtsruck

Samstag 18:00 Rekorder II

In der Filmreihe beschäftigen sich junge Menschen mit Rechtspopulismus und seinen Auswirkungen auf eine Gesellschaft, in der zunehmend rechtes Gedankengut politisch und sozial etabliert wird. In den Kurzfilmen untersuchen und verdeutlichen die Jugendlichen aktuelle politische und soziale Tendenzen durch den Rechtspopulismus.

Nachdem sich politisch Unzufriedene zunächst auf den Straßen versammelten und ihrer Stimme dann in Wahlen Bedeutung verliehen, wird der Rechtsruck in Deutschland vor allem durch den Einzug der AfD in den Bundestag sichtbar und auch deutlich spürbar: Ob an der Kasse, bei Familienfeiern, im Sportverein, in der Bahn – immer häufiger fallen abfällige, i.d.R. fremdenfeindliche Sprüche und Stammtischparolen. Diese Parolen dürften eigentlich keinen Platz in einer solidarischen Gesellschaft haben und doch tun sich viele schwer, demokratisch-solidarisch Position zu beziehen. 

Die Jugendlichen gehen in den Filmen der Frage nach, wie es möglich ist, sich in Diskussionen klar zu positionieren und welche Strategien es für einen erfolgreichen Widerspruch gibt. Hierfür suchen junge Filmemacher*innen auch den direkten Dialog mit Anhänger*innen rechtspopulistischer Parteien. Die rechtsextreme Entwicklung zeigt sich auch in Jugendorganisationen, wie der Jungen Alternative und der Identitären Bewegung, die unter einer „hippen“ Tarnkappe rechtsextreme Hetze verbreiten und somit auch den Zulauf junger Menschen in rechtspopulistische Parteien und Gruppen fördern. Authentisch reflektieren die Jugendlichen nicht nur ihre Erfahrungen, sondern erweitern ihr Wissen durch Interviews mit Expert*innen aus dem Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus und Neonazismus. 

Den Hauptkanal für rechtspopulistische Hetze bilden soziale Netzwerke, in denen rassistische Posts von Organisationen verbreitet werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Filmreihe liegt daher auf dem medialen Aspekt für den Erfolg des Rechtspopulismus.

Die Filmreihe liefert aus der Perspektive junger Menschen Einblicke in die aktuellen rechtspopulistischen Strömungen, ihr Auftreten und ihre Argumentationsmuster und zeigt Möglichkeiten auf, sich dem zu widersetzen und sich für ein solidarisches, demokratisches Miteinander einzusetzen.

Aniyo Kore

Freitag 21:15 Rekorder

post rock .downtempo . vocal  aus  dortmund

das experimentelle duo ist seit 2010 unterwegs, unter anderem mit fünf alben im gepäck. basslastige downtempogrooves, handgemachte drum & synthie sounds aus der MPC, atmosphärische gitarren und zwei stimmen voller hoffnung erwarten euch in einem musikalischen konfekt aus herzeigenen kompositionen und texten.

derzeit ist die band im theaterstück “Orlando“ von Laura N. Junghanns des Schauspiel Dortmund zu sehen, welches sie mit ihrer dafür exklusiv produzierten musik live vertonen. das aktuelle album zum stück trägt den titel „Wild Geese“und  ist 2018 auf Retter des Rock Records erschienen, sowie ihre neueste EP.

100% original – preset-, cover-, samplefrei.

Elisabeth Waanders

Samstag 20:30 Rekorder

Elisabeth Waanders singt und spielt und teilt die Bühne mit Schlagzeuger und Beatproducer OPEK. Zusammen spielen sie Lieder, in denen alles zusammen kommt: Pop, Jazz, Klassik und ein bisschen Freakiness.

Was passiert am Dortmunder Hafen?


Samstag 16:00 Rekorder II

Mit Recht auf Stadt Ruhr.

Was passiert am Hafen?Der Hafen verändert sich. Was passiert im Kiez? Ein kurzer Überblick über die Entwicklungen und eine Vorstellung der Aktiven.

Razzmatazz

Samstag 23:59 Uhr

Razzmatazz aka Razzmo aka Razzle.  Plattendreher und Host der Ringelbeats mit Anbassen und Initiator des Vinylstmmtisch im Rekorder;  weiter Produzent, Künstler und Mensch.  At rekorders festival he is cookin‘ some vinyls with  Raregrooves in  Soul, Funk, Hip-Hop, Disco, Soulful House,  Breakbeats,  Broken, Holymoly, Damndiddi !

Juju Rogers

Samstag 21:30 Rekorder

Als Sohn eines amerikanischen GIs aus New Orleans und einer deutschen Mutter mit österreichischen Wurzeln, wuchs JuJu Rogers zweisprachig und zwischen den Welten in der fränkischen Kleinstadt Schweinfurt auf, die von den zwischenzeitlich über zehntausend stationierten Soldaten der US Army kulturell geprägt wurde. Zunächst war es die Soul- und Jazz-induzierte Plattensammlung seines Vaters, die seine ästhetische Identifikation vorgab. An der Trompete wurde er erstmals selbst musikalisch aktiv, doch erst mit 14 Jahren entdeckte JuJu Hip-Hop als Kultur und Kunstform für sich und damit die Kraft der eigens verfassten Worte. Dass er seitdem auf Englisch rappt, fühlt sich ob der multikulturellen Heimat nur natürlich an.

Nachdem er 2012 nach Berlin zog, veröffentlichte er im Jahr darauf seine erste Platte, damals noch als Teil der Gruppe Man Of Booom mit Produzent Figub Brazlevic und UK-Rapper Teknical Development. Das Hommage Album „Back To The Booom“, das beim Untergrund Label Sichtexot erscheint, setzte eine erste Duftmarke in der Szene und avancierte innerhalb weniger Monate zum Liebhaberstück. Persönlicher ist JuJu Rogers auf seinem Debütalbum „From The Life Of A Good For Nothing“, das 2015 über den neuen LabelHeimathafen Jakarta Records erschien. Auf dem Imprint, auf dem bereits spätere Superstars wie Anderson .Paak, Kaytranada und TaKu veröffentlicht hatten, findet Rogers zu sich und zeichnet in Anlehnung an Eichendorffs „Aus dem Leben eines Taugenichts“ das zerbrechliche Bild eines Suchenden. Die erste Platte des Deutschamerikaners ist eine Coming Of Age Story, angelegt in dem Spannungsfeld zwischen kapitalistischem Boden der Tatsachen und dem Traum hoher Kunst. Nur ein Jahr später veröffentlichte er ein weiteres Kollaborationsprojekt. Diesmal mit dem Berliner Produzenten Bluestaeb. „LIT Lost In Translation“ verlässt die persönliche Ebene wieder: Während an Europas Grenzen Geflüchtete ertrinken, der Hass auf alles Fremde weltweit beängstigend laut wirdund sich in den Staaten Donald Trump als Präsidentschaftskandidat durchsetzt, ist „LIT“ ein Manifest gegen den Zeitgeist: wütend, aktuell und radikal. Inzwischen arbeitet JuJu Rogers an seinem zweiten Soloalbum, das erneut bei Jakarta Records erscheinen wird. Das Album vereint das geschärfte Bewusstsein eines Afrodeutschen im eiskalten politischen Klima Deutschlands mit der feinen Beobachtungsgabe eines sensiblen Großstädters. Die Weiterentwicklung spiegelt sich auch in der musikalischen Genese des Zweitwerks wider: von den Sample-dominierten Produktionen des bisherigen Werks hin zu einem musikalischeren Entwurf, den JuJu Rogers mithilfe einer Riege von Ausnahmeproduzenten umsetzt.

Knarf Rellöm & Tillamanda

Freitag, 20:00 Uhr Artisttalk: „Mit Kunst die Welt retten?“

Eine der größten Fragen. Knarf Rellöm stellt sie durch seine Kunst in den Raum. Zeit drüber zu reden.

Moderation: Moritz Kotzerke

Freitag 23:45 Uhr Konzert: Knarf Rellöm & Tillamanda

Knarf Rellöm. Geboren 1962 (irdische Zeit)auf dem Mars. Dortselbst frühe musikalische Gehversuche. Mit 3 Jahren Klavier,mit 4 Oboe. Übersiedlung auf die Erde, genauer Nordeuropa, Dithmarschen, erstePunk Band „Electric China“. Später ab 1985 Sänger & Komponist derBand „Huah!“ Veröffentlichte die Platten „Was machen Huah!Jetzt?“ und „Scheiß Kapitalismus“ beim Hamburger Label“L’Age D’Or“. Fälschlicherweise für Hamburger Schule gehalten, jedocheher Neptunsche Schule. Danach unter den verschiedenen Namen: Ladies Love KnarfRellöm, Knarf rellöm Ism, Knarf Rellöm with the Shishashellöm & Knarfrellöm Trinity verschiedenste Platten beim Hamburger Label ZickZackveröffentlicht. Unzählige intergalaktische Tourneen und Kollaborationen mitanderen Musikern wie: Jan Delay, Rocko Schamoni, Schorsch Kamerun, Dj Patex,Viktor Marek, Hans Nieswandt, Dj Supermarkt, Hank McCoy, Bernadette La Hengst,Guz, den Aeronauten, Pascal Fuhlbrügge und anderen. Theaterprojekte in Köln(Mentallica), Bremen, Bonn (Leonce und Lena), Oberhausen (Sweatshop), Hamburg(Behörde für Lieblingslieder, die lebende Jukebox), Wien (Proletenpassion),wofür er den renommierten österreichischen Theaterpreis Nestroy erhielt,Landestheater schleswig-holstein (der kaukasische kreidekreis).


Flako

Samstag 22:45

Nach der Veröffentlichung seiner selbstbetitelten EP im letzten Jahr, erscheint am 20. Juli 2018 das zweite Album ‚Theme For A Dream‘ von Dario Rojo Guerra alias Natureboy Flako auf Five Easy Pieces. Dabei erforscht er die Grenzen von Musik, Wissenschaft und Spiritualität durch ein Prisma aus synthetischen Klängen, treibenden Rhythmen und cineastischen Soundtracks. ‚Theme For A Dream‘ ist eine Reise durch das menschliche Innere und erforscht die Balance von musikalischen Energien, sowie dessen heilende Kräfte. Durch das verstärkte Verwenden von analogen Synthesizern, wie dem Juno 106, Korg MS-20, ARP Odyssey oder Roland SH-2000, klingt „Theme for a Dream“ elektronischer als sein Debüt 2015. Jedoch verleihen Aufnahmen von eigenen Vocals, Gitarren und anderen Instrumenten dem Album ein gewohnt dynamisches und eklektisches Klangspektrum, das seine einzigartige, musikalische Handschrift ausmacht.

Natureboy Flako’s neustes Album wird von einer experimentellen und interaktiven Website begleitet, die eine Preview der Musik ermöglicht und gleichzeitig eine sinnliche, einzigartige, audio-visuelle 4D-Experience bietet. Song-Elemente aus „Theme For A Dream“ werden in diesem Digital-Art-Project zu audiovisueller Poesie, die durch eine immersive Auseinandersetzung zwischen Mensch und modernster Technik, entstanden ist. (Website wird Mitte Juni veröffentlicht) „Ich denke nicht, dass Technologie notwendigerweise bedeutet, nicht natürlich zu sein. Technologie kann sehr wohl im Gleichgewicht mit der Natur sein, da sie meist nur versucht, etwas aus der Natur nachzuahmen oder zu verstehen.”

Yarah Bravo Soundsystem

Freitag 22:30

In a time where music had evolved to exist largely as a monstermoney-making machine and a shallow showcase for stripped-off sex- kittens, there stood a young lady willing to show the world it was all about the heart. This ever-loving soul perpetually radiates a defiant intelligence, acute political awareness and a world-traveller’s sense of cosmic consciousness while simultaneously exuding the streetwise cool of the neighbourhood girl we all wanna kick it with.

Yarah Bravo  doesn’t want to churnout meaningless messages and she knows that it would just be too boring swimming in the mainstream. So she’screated her own flow for the world to know. When she takes to the stage, she performs with a sense of heartfelt urgency, conviction, and youthful energy, she captivates even the most listless crowd.  With more than 4 languages under her belt, rap and poetry became her way of expression. Growing up in Sweden as a child of Chilean and Brazilian freedom fighters, once she was old enough to travel she left for NYC, then London and now Berlin. She grew up to become a true renaissance woman with a purpose.

While others continue pumping pollution into the airwaves, Yarah Bravo would rather challenge you with a breath of fresh air. For her it’s still all about the heart. Still about the connection with the people.

Your Song Is My Song – DJ & Musikproduktionsworkshop


Der Rekorder lädt ein …
Your Song is My Song! – HipHop-Kultur-Projekt für Jugendliche

Liebe baldige DJs, DJanes & Musikproduzenten/innen,

die Tonbande e.V. (Rekorder), Krupplyn und das Musiklabel Trust in Wax haben etwas auf die Beine gestellt: (mehr …)

Workshops

Nordstadtresidenz

Negar Forough & Laila Schubert

In der ersten Künstlerresidenz im Leben des Rekorders, traf die Fotografiestudentin Laila Schubert auf Negar Forough aus Essen. In langen Spaziergängen die Nordstadt entdeckent setzten sie sich gemeinsam und künstlerisch mit dem Stadtteil Dortmund-Nord, der durch Multikulturalität und kreatives Potential geprägt ist, auseinander.

Die Fotografie-Studierende Laila Schubert ist als lokale Künstlerin Teil des Projektes: „Die Nordstadt ist für mich nicht nur seit drei Jahren Wohnort, sondern bietet mir schier endlose Möglichkeiten verschiedenste Menschen, Lebensräume und Orte kennenzulernen.“ Sie möchte die Residenz nutzen, um sich interdisziplinär auszuprobieren und Grenzen neu auszuloten.

Neben der Fotografie präsentiert sie Installationen, Grafik-Formate und Skulpturen. Das Zusammentreffen mit einem Künstler aus einer anderen Stadt findet sie dabei besonders reizvoll.

„Gerade das Zusammentreffen eines lokalen und fremden Blickes auf das Quartier stellt eine spannende Verschmelzung der Frage dar, wie wir Dortmunder die Nordstadt sehen und wie sie von außen betrachtet wird.

Das Projekt „Nordstadtresidenz“ wird finanziell gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft

In diesem gegenseitigen Austausch können, dabei bin ich mir sicher, beide Seiten voneinander lernen“, so Laila Schubert. Bei der Nordstadtresidenz trifft sie auf die Künstlerin Negar Forough. Moderiert wird der Abend vom Kunstwissenschaftler Moritz Kotzerke. Der Eintritt ist frei.

Das Projekt „Nordstadtresidenz“ wird finanziell gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und im Rahmen des Programms Individuelle Künstlerinnen- und Künstlerförderung, einem Projekt der ecce GmbH, durchgeführt.

KünstlerInnenaustausch


Eine dreitägige Künstlerresidenz

Rekorder Festival

An zwei Tagen Live-Musik, Kunst und Austausch im Rekorder

Live-Musik, Kunst sowie Film- und Diskussionsformate: Der Dortmunder Rekorder, Gneisenaustraße 55, startet mit einem kulturellen Highlight in das Jahr 2019 – am Freitag (11.01.) und Samstag (12.01.) findet das Rekorder-Festival statt. An zwei Tagen präsentieren die Veranstalter ein facettenreiches Line-up aus regionalen und internationalen Künstlern. Karten sind erhältlich auf www.rekorder.org/festival/

Am Festival-Freitag beginnt das Programm um 18 Uhr mit dem Release des Magazins „Nordstadt Entdecken“. Der Rekorder rief 2018 dazu auf, sich künstlerisch mit der Dortmunder Nordstadt auseinander zu setzen und so am Kunstwettbewerb teilzunehmen. Diverse Arbeiten aus unterschiedlichsten Stilrichtungen wurden eingereicht, die nun gebündelt in dem Magazin präsentiert werden.

Nach einem Artist-Talk zum Thema „Mit Kunst die Welt retten“ (20 Uhr) sorgt das Dortmunder Trip-Hop-Duo ANIYO KORE ab 21 Uhr für den ersten musikalischen Leckerbissen des Abends. Wegen ihrer tiefgründigen, souligen Downtempo-Beats sind die Dortmunder mittlerweile deutschladweit gefragt.

Anschließend steht ab 22:30 Uhr die Wahlberlinerin Yarah Bravo auf der Bühne. Die Sängerin, Songwriterin und Aktivistin kreiert in ihrer Musik einen Mix aus Hip-Hop, Blues, Soul und Beatmusik.

Den Schlusspunkt des Abends setzt um 23:30 Uhr Knarf Rellöm, der sich bereits mit Szenegrößen wie Jan Delay, Rocko Schamoni oder Schorsch Kamerun die Bühne teilte. Auf die Gäste wartet ein experimentelles Elektro-Punk-Konzert.

Der Festivalsamstag startet ab 16 Uhr mit einem Diskussionsformat: „Was passiert mit dem Dortmunder Hafen?“ lautet hier die zentrale Frage. Besucherinnen sowie Akteure des Quartiers sprechen über die Zukunft des Stadtteils und beziehen sich dabei auf den Umbau des Hafenareals in unmittelbarer Nähe zum Rekorder. Um 18 Uhr zeigen die Veranstalter den Film „Rechtsruck“, der sich mit Auswirkungen von Rechtspopulismus beschäftigt.

Ab 20 Uhr beginnt das musikalische Programm des Abends. Den Auftakt macht Elisabeth Waanders, die gemeinsam mit Schlagzeuger und Beatproducer OPEK Stile wie Pop, Jazz und Klassik zu einem experimentellen Mix verarbeitet. Anschließend sorgt um 21 Uhr der Deutschamerikaner Juju Rogers für Hip-Hop-Sounds mit Tiefgang. Politisches Statements und gesellschaftskritische Texte zeichnen seine Musik aus. Um 21 Uhr sorgt Flako für eine unkonventionelle und experimentelle Show. Nach der Veröffentlichung seiner selbstbetitelten EP im letzten Jahr, erschien 2018 seine zweite Platte ‚Theme For A Dream‘ von Dario Rojo Guerra alias Natureboy Flako auf Five Easy Pieces. Dabei erforscht er die Grenzen von Musik, Wissenschaft und Spiritualität durch ein Prisma aus synthetischen Klängen, treibenden Rhythmen und cineastischen Soundtracks.

Nach den Konzerten präsentiert Resident-DJ Razzmatazz schweißtreibende Beats im Clubraum. Soul, Funk, Hip-Hop, Disco, Soulful House und Breakbeats garantieren eine lange Nacht.

Nordstadt Entdecken


Um das künstlerische Schaffen in unserem Viertel sichtbar zu machen, ruft der Rekorder zum intermedialen Kunstwettbewerb “Nordstadt entdecken” auf.

Es gibt wohl keinen Stadtteil im Ruhrgebiet, der mit mehr Mythos aufgeladen ist als die Dortmunder Nordstadt. Aber was passiert hier eigentlich wirklich, wie sehen es die Menschen die hier leben und arbeiten?

Erkundet die Nordstadt und dokumentiert die Welt um euch herum und zeigt euren Blickwinkel auf den Stadtteil. Ob ihr die Grenzen zwischen Realität und Fiktion auflöst und das Fantastische in die reale Welt bringt, zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit pendelt oder mit eurer Kunst eine Hommage an die Romantik und Farbenfreude der Nordstadt dichtet, ob ihr Foto- oder Videoarbeiten, Illustrationen, Skulpturen, lyrische Werke, performative Kunst oder Kunst aus Legosteinen macht: Die Wahl des Mediums ist frei.

Jedes Lebewesen, dass sich für Kunst interessiert und sich mit der Nordstadt verbunden fühlt oder sich mit ihr befassen möchte ist eingeladen mitzumachen. Dabei spielt es kein Rolle ob ihr Einsteiger*innen oder Kenner*innen der Materie seid oder wie viele oder wenige Jahre ihr bereits auf dem Buckel habt.

Am Ende wird jede Einsendung auf dieser Seite veröffentlicht und – falls gestalterisch möglich – im eigenen Magazin „Nordstadt entdecken“ abgedruckt. So soll ein kollektives Magazin entstehen.

Eine 6-Köpfige Jury wählt drei Gewinner*innen aus, die anschließend beim Magazinrelease vom 14.-16. Dezember im Raum des Rekorder II ihre Werke ausstellen können. Als kleine Aufwandsentschädigung gibt es für die Gewinner*innen 100€ und je eine drei tägige Residenz im Rekorder II im Frühjahr 2019.

Im Rahmen des Wettbewerbes finden außerdem drei Vortragsabende statt, die sowohl Projekte rund um die Nordstadt vorstellen, als auch Dortmunder Künstler*innen.

Do 1. November 2018 • 18:00 Uhr Rekorder II

Im Rahmen des Kunstwettberwerbs „Nordstadt Entdecken“ stellen die beiden Dortmunder Künstlerinnen Sandra Wiesner und Lilian Mühlenkamp Ihre Arbeiten vor. Sandra Wiesner Können wir uns der emotionalen Wirkung von Farbe entziehen, um Bilder in Gänze wahrnehmen zu können?

Do 8. November 2018 • 19:30 Uhr • Beginn: ~ 20:15 Uhr

Im Rahmen des Kunstwettbewerbs „Nordstadt Entdecken“ stellen die beiden Dortmunder Künstler Richard Opoku Agyemang & Adriano Vannini ihre Arbeiten vor und das Atelier Amore ihren Verein!

Fr 16. November 2018 • 20:00 Uhr

Im Rahmen des Kunstwettbewerbs „Nordstadt Entdecken“ stellen Nicola Gördes & Stella Rossié Ihre Arbeiten vor. Lloret de Mar Stella Rossié begann ihr Studium der Freien Kunst an der HFBK Hamburg 2011 und schloss mit einem Master in

Interview mit einem Raben!


Exclusiv! Sensationell! Erstes Interview mit Rudi dem Raben!

Rek: Wie haben Sie denn das fliegen gelernt, Rudi?

Rudi: Pelle ausm fünften hat mich geschubst! Dieser Typ nä, hatte auch schwer nen Vogel! Weißte, wir mussten ja umziehen, in das Hochhaus Ecke Knorpelweg.Vaddan hatte ein Rohr falsch verlegt, deswegen war unser Nest hinüber und das Hochhaus war grad frisch gebaut! Sind dann in den Vierten!1-Raum-Wohnung, warn wa an sich ja auch gewohnt ne, nur diese Tapete, mein Güte! Kennse: so orange getupfte Schwammtechnik..na jedenfalls hatte ich eigentlich noch ne Weile bis zum ersten Flügelschlag , aber Pelle meinte ich sei ein Schisser und schubste mich vom Balkon!

Rek: Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung! Wie war sie?

Rudi: Ja also, wenn man da ganz oben ist, auf die Welt hinabschaut, grad am begreifen ist dass man ja fliegen kann, also quasi über allem schwebt, weil das tut man ja dann , da bekommt man schon mal schnell das KanyeWest-Syndrom! Da denkt man dann nicht mehr ans landen, ans: mal wieder aufn Teppich kommen, da denkste nur: „poaa leude ich hier oben und ihr da unten!“ Deswegen war die Landung alles andre als traumhaft, eher so Schnabel auf Asphalt.

Rek: Autsch! Und sind Sie dann zum Winter wieder fit geworden um in den Süden zu fliegen?

Rudi: Süden war noch nie mein Ding, meine Eltern sind oft ohne mich los! Pelle und ich sind dann oft in die Waffelbar nach Remscheid! Ein entspannter 20min Flug! Die Sally an der Theke hat uns beiden immer ein bisschen mehr heiße Kirschen und Soße drauf gemacht als den anderen. Danach sind wir oft noch kegeln, also Pelle und ich! In der Kofferbar!

Rek: Also Pelle und du, ihr seid dann doch Freunde geblieben! Das freut mich ja! Und in der Kofferbar kam es dann zur ersten Begegnung mit eurem Kompanion dem Koffer?!

Rudi: Der Koffer kann ja gut einen wegerzählen, wo er so war, was er so kann, wie viele Schnallen er kennt, welche Hand ihn getragen hat und so weiter! Manchmal beim kegeln wollte er mich verbessern, einmal da bin ich fuchsteufels wild geworden! Ich mein: in welchem Grad ich die Kugel auf die Bahn werfe ist mir doch nach drei Pillek sowas von Wurst, hauptsache die Kegel kullern! Jedenfalls wollte ich ihm die verschlussschnallen-schließen, bin aber Sau blöd ausgerutscht und er vor Schreck vom Thresen auf mich gefallen und Pelle rief nur dass wir alle jetzt Schnaps brauchen! Ich hab gereirt an dem Abend, ei ei ei, aber seit dem wars jut! Klar manchmal da…aber nö so im großen und ganzen…und der Koffer weiß schon echt ne Menge!

Rek: Und der Koffer hat vor Wochen bei einem Spaziergang ein ganzes Album voll mit Schallplatten gefunden. So richtig lustige, Uralte. Marmor Stein und Eisen bricht und sowas. War alles richtig nass und sandig, aber ihr habts geputzt und jetzt flutschen die so richtig. Sogar eine Kuschelrock wäre dabei!!! War das so ein Knackpunkt in deinem Rabendasein?

Rudi: Oha ja! Von da an war alles klar, klar wie Kloßbrühe! Das war so wie, wie Siegfried zu Roy gehört und Busta Rhymes zum HipHop. Weißte, so wie Spaghetti zum Leben dazu gehört, so ist das jetzt mit mir und Vinyl! Ich hab ja bei beim vaddan ne Ausbildung gemacht Heizung – Wasser – Rohre.
Hab viel verlegt aber jetzt, jetzt ist Schluss.
Jetzt wird aufgelegt und viel erlebt!

Rek: Na das ist doch ein schönes Schlusswort! Vielen Dank für das Klasse Interview! Bis Samstag!

Künstler*in des Monats


Der Rekorder ist eine Kneipe (eine Kunst- & Kulturkneipe, okay okay …), und in Kneipen wird getrunken. Und geredet. Bis zuletzt dann so viel getrunken wurde, dass nicht mehr geredet werden kann. Aber Kunst? Jaja, doch – das geht. Und keine Angst, Kunst hängt bei uns einfach nur an der Wand: Kann man sich anschauen, wenn man will. (mehr …)

Interview mit einem Wal


Übersetzt aus dem walischen von Maren B.

Rek: Hallo, viele haben schon von dir gehört andere noch nicht. Wer bist du?
Wal: Miau, ich liebe Katzen. Hups. Meine Flossen sind so fett. Ich bin Wal. Hi!

Rek: Wie ist es da unten?
Wal: Ach du heude isset nasser als sonst. Liegt glaube ich an der Jahreszeit.

Rek: Du kommst bestimmt viel rum in den Weltmeeren. Was muss man denn gesehen haben?
Wal: Herr Schwertlowski von nebenan hat jetzt ein Muschelgarten. Hat er lange drauf gespart. Hat ihn fast sein Seepferdchen gekostet. Mit dem fährt er immer zur Arbeit. Naja der Garten. Das ist wirklich hübsch da. War letztens auf ein Krill-Süppchen da. Ansonsten ist Harri auf der Eisschollen immer ne Reise wert. Der hat immer den neusten Tratsch vom Land. Achja! Und die Korallenriffe sind auch gut hier unten.

Rek: Eine persönliche Frage: Du bist ja ganz schön schwer, selbst für einen Wal. Wie stellst du es an, nicht unter zu gehen? Und wie kann ich mir so einen Tag im Leben eines Wals vorstellen?
Wal: Ich esse Krill-light. Und mache jeden Morgen 18 Liegestützen. Dann beginnt meine Schicht. Mein Vater war schon Taxi-Wal. Habe das Unternehmen übernommen und bin ab jetzt der einzige. Klaus ist letzten Sommer hops gegangen und seit dem transportier ich alle Leute zu ihren Arbeitsplätzen oder sonstigen Zielen. Meine Routen variieren je nach Laune und manchmal mach ich einen Salto. Also unter Wasser. Naja also mehr eine Rolle. Also das mach ich wenn Passagiere mir müde vorkommen. Ich rolle sie quasi wach! Abends guck ich Wasserball. Die „Moräns 7“ sind meine liebste Mannschaft. Die haben es in sich! Manchmal kommt Rochanzki und guckt mit. Außerdem bin ich glücklich, das hilft mir nicht unter zu gehen.

Rek: Am 25.11. ist deine Party. Weißt du schon was du anziehst? Ist ja sicher nicht so leicht?!
Wal: Ich hatte an die Krawatte von Onkel Lübbert gedacht. Da sind Bananen drauf. Die hat er aus Panama. Mmmhh Panama. Da will ich auch mal hin!

Rek: Hucha, Dresscode ist also tropisches mittleres Management. Sind an diesem Abend denn alle Fische eingeladen und weißt du was so auf die Teller kommt? Zeigst du uns deine panamesischen Tanzmoves?
Wal: Alle die Lust und Laune haben und geputzte Bauchnäbel. Ich mag ja gern Krill nä. Aber Pommes Schranke und Hawaii Toast wird es werden. Getanzt wird natürlich. Auch gerne während des Essens. Dann rutscht es schneller durch und es passt mehr rein.

Rek: Okay, lecker lecker! Und gibt es ein guilty pleasure von dem du uns erzählen magst?
Wal: Ich hatte was mit Küchenchefin von Wurst Oktopus. Deswegen bekomme ich Prozente auf die Bestellung. Auf jede Pommes Schranke 10%.

Rek: Ui, wie kann man sich das denn vorstellen? Überhaupt: Partnerschaft, Freundschaft und Liebe. Wie haltet ihr es da unten damit?
Wal: Wir sind jetzt Freunde. Ulla ist wieder zu ihrem Mann zurück und ich habe mich für die beiden gefreut! Liebe ist etwas schönes. Und im Falle des Falles, dass man sich mal aus den Augen verliert bedeutet das nicht das die Liebe einfach vorbei ist. Die beiden sehen sich jetzt nicht mehr als selbstverständlich. Das ist der Schlüssel. Auf der letzten Gartenparty von Herrn Schwertlowski war Wal-Hai-Dame Gritt da. Tolle Kurven und weiche Seele. Die kommt auch zur Party! Ich freu mich, mal sehen ob wir die Mayo teilen.

Wal: Darf ich fragen ob Sie auch kommen?
Rek: Ich trete nicht mehr so gerne in Pfützen. Aber wenn der Weg sicher ist, komme ich gerne.

August & September: Julia Batzdorf


Rek: Ja gut, hier sitzen wir nun. Julia Batzdorf, erste Frage an dich: Was hast du heute gefrühstückt?

Julia: Ich habe ein Eiweißbrot mit gesalzener Butter und Käse und auf der anderen Hälfte so rohen Schinken gegessen.

Rek: Glaubst du an ein Leben danach?

Julia: Boah was? Ist das dein Ernst?

Rek: Ja.

Julia: Schwierig. Vom Kopf her, nein. oder vielleicht so jain. Vom Herz her ja. Weil man sich schwer davon verabschieden kann, sich selbst damit zu befassen, dass man irgendwann nicht mehr atmet. Kennst du das Gefühl? Ich habe das manchmal, wenn ich abends einen Film anschaue oder allein im Bett liege. Dann stelle ich mir vor, dass das irgendwann nicht mehr so ist und man nicht mehr da ist. Das kann man sich aber schwer vorstellen, dass man dann nicht mehr da ist und nicht mehr durch seine Augen sehen kann. Wenn man so ein bisschen esoterisch denkt, würde ich auf jedenfalls ja sagen, weil das Leben ja auch ein Kreislauf ist. Du stirbst und bist vielleicht in irgendeiner Form in einem Baum oder Hund.

Rek: Energie wir weitergegeben. Vielleicht ist man dann das Frühstück für jemand anderen.

Julia: Ein Käsebrot mit gesalzene Butter.

Rek: Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang?

Julia: Ist beides schön. Muss man sich entscheiden? Nein, beides ist schön!

Rek: Was schaust du oder hörst du zum Einschlafen?

Julia: Tatort (lacht).

Rek: Das kann ich mir gut vorstellen. Ah, da fällt mir noch ein Frage ein.
Was fällt dir zu einer weißen Wand ein?

Julia: Erstmal nichts. (lacht)

Rek: Muss da was dran sein?

Julia: Nein, nicht unbedingt. Weil man auch so viel sieht. Dann ist so eine weiße Wand auch mal ganz schön. Aber wenn du in einem whitecube hängst und da hängt gar nichts, dann ist das schon beängstigend. Kommt auch darauf an, wie lange du auf die Wand schaust. Bei 12 Stunden wirst du vielleicht verrückt.

Rek: Deine Objekte sind ja ständig in Bewegung und drehen sich größtenteils. Schonmal so ein richtig großes Ding gedreht?

Julia: Ne, ich glaube nicht.

Rek: Was bedeuten für dich starke Motoren?

Julia: Ich hätte gerne einen richtig starken Motor.

Rek: Einen mechanischen Motor oder auch einen Motor für dich selbst?

Julia: Der Motor für mich selbst ist auf jedenfalls stark ausgeprägt.

Rek: Da fällt mir ein: Wie lange kannst du die Luft anhalten?

Julia: Ich konnte als Kind mal 35 Sekunden die Luft anhalten.

Rek: Ist das eine Bahn?

Julia: Kommt drauf an wie schnell man schwimmt. (lacht)

Rek: (lacht) Warst du dann eine schnelle Schwimmerin?

Julia: Nein. (lacht)

Rek: Boah, das waren schon fast alle Fragen, aber eine hab ich noch. Hast du dich schonmal im Kreis gedreht? Im Alltag oder sonst irgendwo?

Julia: Ich habe mich definitiv schonmal im Kreis gedreht und persönlich auch schon. Ich glaube, das ist auf jeden Fall ein krasse Frage, weil ich mich damit auch künstlerisch beschäftige. Ich vermute, dadurch, dass ich mein Leben lang das Gefühl habe, dass ich mich um den gleichen Punkt drehe, was jetzt aber zu detailliert und persönlich werden würde, um das hier auszuformulieren, denke ich, dass sich es da einfach immer drum dreht.

Rek: Man kann sich ja, obwohl man sich im Kreis dreht, trotzdem vorwärts bewegen. Ein Kreisel muss ja nicht auf einer Stelle stehen bleiben und man ist durch die Drehung standhafter.

Julia: Das hast du schön gesagt.

Rek: Das könnte man so vielleicht als abschließende Worte mitnehmen.

Julia: Das werde ich auf jeden Fall mitnehmen. Krass, da habe ich so noch nie drüber nachgedacht.

5 Fragen an Opek


1. Du kommst vom Jazz, aber irgendwie auch vom Rap und von vielem anderen. Bist du selbst manchmal verwirrt zwischen den Musikstilen, wenn du auflegst? Fällt es da schwer sich zu entscheiden, in welche Richtung es geht?

Ja und Nö. Natürlich kommt einfach eins zum anderen, je nachdem was es für eine angelegenheit ist. Ich will ja niemanden ärgern. Nur n bißchen.

2. Du bist des Öfteren am Rekordertresen anzutreffen. Was bestellst’n du so, wenn du da rumhängst?
Ganz normales Pils, glaub ich. es sei denn es gibt Cocktails, dann beides.

3. Und was war bisher so die geilste Auflegerei deines Lebens?
Auf jeden fall der Abend der Rekorder II – Eröffnung, als ich mit Freddie noch spontan im Rekorder (eins) aufgelegt hab. Auf einmal war es voll und warm und voller Movement.

4. Du regelst ja auch immer ordentlich die Rekorder Basement Stories. Wie geht es da denn so weiter in nächster Zeit?
Jo! Damit haben wir dieses Jahr angefangen und es ist auf jeden Fall ziemlich super gelaufen alles. Das so viele leute auf eine Jazz-session im Rekorder kommen und dabei so eine geile Stimmung entsteht – das is einfach ein Traum. Nach der Sommerpause gehts am 21.09. weiter!

5. Wenn du jetzt in einem Flugzeug säßest und bestimmen könntest, wohin es geht – wohin würde es gehen?
Öööhm… nicht so weit auf jeden Fall, ich hasse Fliegen. Flugzeuge sind zu schwer, das geht alles eigentlich gar nicht.

Opek (Lukas Joachim) is drummer, beat producer, rapper and a good friend from dortmund, germany.

Interview mit Niall Griffiths


Interview geführt von Frida Buiter, im Namen der Studierenden des Seminars „Translating Niall Griffiths“

Was inspiriert dich zu schreiben?
Naja, es ist ein Job. Rechnungen inspirieren mich. Wenn ich nicht schreibe, kann ich sie nicht bezahlen. Das ist zwar die Wahrheit, aber ich weiß, du willst sicher was anderes hören: Inspiration, oder vielmehr der Drang zu schreiben, umgibt mich, es ist ein Element wie Luft. Ich finde sie im Regen, im Boden, im Gras, im Essen, in den Augen meiner Katze. Am deutlichsten und am drängendsten finde ich sie aber in Menschen; in ihrem Umgang miteinander, ihren Motivationen, ihren Taten. Nicht selten sind sie bizarr, erstaunlich und selbstzerstörerisch. Wir sind eine völlig verrückte, unbeschreibliche, unendlich faszinierende Spezies.

Warum hast du angefangen zu schreiben?
Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Während meiner Kindheit gab es in unserem Haus keine Bücher, nicht mal in der unmittelbaren Umgebung. Ich bin in einer Sozialsiedlung in Liverpool aufgewachsen und da haben die Leute abgesehen von der Lokalzeitung und Artikeln über Fußball nichts gelesen. Aber mein Haus war voller Geschichten; mein Großvater hatte im Krieg gekämpft, ich hatte eine walisische und eine irische Großmutter, und diese drei Menschen waren voller Geschichten, die sie unbedingt erzählen mussten. Und ich musste ihnen unbedingt zuhören. Geschichten waren faszinierend; sie haben mein Leben bereichert, es mit Geheimnissen angereichert und der Welt eine Form von Ordnung gegeben, die ihr scheinbar fehlte. Und so waren Lesen und Schreiben für mich ungeheuer aufregend und berauschend – sie waren ein Weg, die Welt, in der ich aufgewachsen bin, zu verstehen und ihr gleichzeitig zu entfliehen. Und es war verboten! Mit einem Buch erwischt zu werden, besonders, wenn es ein Gedichtband war, schrie förmlich nach einer Tracht Prügel. Also habe ich mich mit meinen Büchern immer irgendwo versteckt, wo mich niemand mit ihnen sehen konnte. Bücher waren eine Art verbotene Schmugglerware und daher auf geradezu transgressive Weise aufregend, so wie es später Drogen sein sollten. Bücher haben diese Anrüchigkeit für mich nie verloren – sie bringen mein Blut immer noch in Wallung.

Wie schreibst du?
Nun, ich mache ausführliche Notizen, mache Fotos, zeichne und erstelle ein Portfolio mit wichtigen Materialien. Manchmal braucht es Jahre, bis ich alles zusammenhabe. Und ich entwickle detaillierte Pläne und Strukturmuster, auch wenn ich weiß, dass sie niemals in Stein gemeißelt sind und immer wieder geändert werden – wenn die Figuren immer organischer werden und sich von ihrem Schöpfer lösen, werden die Pläne angepasst. Ein wenig wie das Leben selbst. Ich höre nie Musik, wenn ich schreibe – ich brauche Stille, abgesehen von der Musik der Vögel und den Verkehrsgeräuschen. Vorher lasse ich was Lautes und Energiegeladenes laufen, um mich in Stimmung zu bringen – im Moment favorisiere ich The Clashs „Working for the Clampdown.“ Das stampft vor sich hin und rüttelt einen wach – so, wie es meine Worte hoffentlich tun werden.

Siehst du dich in der Tradition anderer Schriftsteller?
Eine Autorentradition? Eigentlich nicht – auch, wenn mir die Vorstellung gefällt, dass mich die Nachwelt in die gleiche Schublade stecken könnte wie randständige und rebellische walisische Autoren von IoIo Goch über Dafydd ap Gwilym bis Dylan Thomas. Aber ich schreibe einfach nieder, was immer aus mir raus muss.

Hast du ein Lieblingsbuch oder einen Lieblingsautor?
Ich habe dauernd ein anderes Lieblingsbuch, wobei ich mich im Moment wieder mal zu apokalyptisch-dystopischem Zeug hingezogen fühle – sicherlich aus naheliegenden Gründen: 1984, The Road, The Handmaid’s Tale. Viele moderne amerikanische Texte sprechen mich an: Hubert Selby Jr., Denis Johnson (der erst vor ein paar Wochen gestorben ist – möge seine brillante und eindrückliche Seele in Frieden ruhen). Ich lese viel Lyrik und auch viele Renaissancetragödien. Im Moment liegt Arno Gruens The Insanity of Normality (Orig.: Der Wahnsinn der Normalität) auf meinem Nachttisch. Britische AutorInnen, die mich immer wieder begeistern, sind Alan Warner und Jenny Fagan. Und Irland bringt wie immer Wunderbares hervor: Colin Barrett, Kevin Barry, Sarah Baume, Lisa McInerney.

Kannst du uns was über dein Verhältnis zu deinen Figuren erzählen?
Ich finde sie alle faszinierend, so wie ich Menschen überhaupt faszinierend finde. Ich habe keine spezielle Lieblingsfigur, obwohl Colm aus meinem ersten Roman Grits im Grunde mein Ebenbild ist. Daher empfinde ich für ihn die gleiche Hassliebe wie für mich selbst. Die Wege meiner Figuren führen in der Regel nicht ins Glück, daher fühle ich mich immer etwas schuldig für das, was ich ihnen an Schmerzen und Unheil zumute. Und ob ich sie vermisse? Das tue ich ziemlich oft, weswegen sie vermutlich immer wieder in späteren Büchern auftauchen.

Hast du einen Rat für Studierende? Zum Beispiel im Fall von Schreibblockaden?
Ich unterrichte ziemlich viele Kurse für kreatives Schreiben, so dass ich über die Jahre eine ganze Bibliothek an Ratschlägen aufgebaut habe. Was Schreibblockaden angeht, so habe ich das Konzept nie so recht verstanden. Ich habe einfach nie eine. Wie könnte ich einen Widerstand bei einer Tätigkeit empfinden, die ich so ungemein angenehm und aufregend empfinde und die meinem Dasein Bedeutung verleiht? Das wäre wie eine Essblockade oder eine Katzenstreichelblockade oder eine Atemblockade. Aber wenn es im engeren Sinne um die Tyrannei der leeren Seite geht: das ist eine der größten Sorgen angehender Schriftsteller – jeden Tag der leeren Seite oder dem leeren Bildschirm gegenüberzusitzen. Die Antwort ist einfach, sie nicht leer zu lassen. Wenn du dein Schreibpensum für den Tag erledigt hast, mach dir ein paar Notizen – es muss nur ein Wort sein, das der Kickstart für das nächste Pensum ist. Diese Notizen können etwas Persönliches sein, das scheinbar nur am Rande mit dem zu tun hat, was du schreiben willst. Aber das wird der Antrieb für dich und deine einzigartigen Fähigkeiten sein. Manchmal finde ich morgens einen Zettel an meinem Notizbuch oder meinem Laptopbildschirm, auf dem bloß ein Wort steht – „Hund“ oder „Schuhe“ oder „Biskuitkuchen.“ Und dann weiß ich genau, wie ich weitermachen muss.

Wie ist es für dich, wenn deine Arbeiten in eine Sprache übersetzt werden, die du selbst nicht beherrschst?
Es ist manchmal merkwürdig. Nimm zum Beispiel die italienische Übersetzung meines Romans Kelly+Victor. Es ist in einem Liverpooler Dialekt geschrieben, also ging ich davon aus, dass der Übersetzer einen neapolitanischen Dialekt verwenden würde, da Neapel und Liverpool sich sehr ähnlich sind, was ihr jeweiliges politisches Verhältnis zum Rest der Nation angeht. Doch nein, er sagte, dass Italiener dann zu sehr an Neapel denken würden und nicht an Liverpool, also benutzte er die übliche italienische Umgangssprache. Was natürlich völlig an der linguistischen Politik des Buches vorbeiging. Aber ich habe seinen Standpunkt akzeptiert und somit hingenommen, dass eine Dimension des Buches in der Übersetzung verlorengeht und es gab nichts, was ich hätte tun können. Grundsätzlich macht es mir Spaß, mit Übersetzern zu arbeiten. Es kann zum Beispiel faszinierend sein, die vielfältigen Bedeutungen des Wortes „fuck“ in der englischen Umgangssprache zu erklären – und sehr witzig.

Hast du mal darüber nachgedacht, ein Kinderbuch zu schreiben?
Für Kinder schreiben? Mit einem Freund von mir, der Illustrator ist, spreche ich über ein Projekt mit dem Titel The Lost Sock. Er wird die Bilder zeichnen und ich steuere den Text bei. Es handelt von einer verlorengegangenen ungewaschenen Socke, die versucht ihren müffelnden Zwilling wiederzufinden. Doch der Zwilling wurde schon gewaschen…

Mai: Carina Letzas


Vorhang auf für die Kunst des Monats Mai:
Carina Letzas

Rek.: Herzlich Willkommen!
C.L.: hallooooo

Rek.: Also, Idee: Ein Pop-Up-Buch über den Rekorder. Was springt uns direkt auf Seite 1 entgegen?
C.L.: Vielleicht euer Logo. Die Schallplatte, so als drehendes Element, was einem entgegenkommt, wenn man die Seite öffnet….

Rek.: Ok. Themenwechsel. Erzähl uns was von dir. Was beschäftigt dich grade so? Ist das relevant für deine Kunst?
C.L.: Die letzte Frage dieses Interviews hat mich echt beschäftigt…Aber spaß beiseite: alles ist ja irgendwie relevant für die eigene Arbeit, wie man sich bildet, was man liest, was man sieht. Aber momentan beschäftigt mich etwas anderes: Unser Atelier, welches ich mit zwei Freundinnen gegründet hab, was aber noch in einem ziemlich renovierungsbedürftigen zustand ist, und wo uns noch ziemlich viel Arbeit ins Haus steht – ohne ist gerade aber kein platz zum arbeiten.

Rek.: Arbeitest du lieber tagsüber oder nachts? Warum?
C.L.: Tagsüber. Am liebsten morgens. Direkt aufstehen (ok erst noch ’nen Kaffee, aber dann), direkt an den Arbeitsplatz. Morgens kommen bei mir einfach die besten Sachen zustande, weiss nicht ob das daran liegt, dass da der Tag und die Energie noch so unverbraucht ist – oder weil ich abends lieber auf der Couch sitze und andere Dinge mache.

Rek.: Welchen Film hast du zuletzt gesehen und für gut befunden? Oder was ist mit Büchern – welche Geschichte hat es dir angetan?
C.L.: Film: Keine guten neuen Filme in letzter Zeit gesehen, aber vor einigen Tagen nochmal Victoria von Sebastian Schippers angefangen, und nochmal für den besten deutschen Film seit langer Zeit befunden. Buch: Ich lese grade Spieltrieb von Juli Zeh, sprachlich wie inhaltlich ziemlich intensiv.

Rek.: Letzte Runde. Das beste Getränk um den Abend zu beenden?
C.L.: Ja ey, keine Ahnung. Darüber habe ich ehrlich gesagt noch nie nachgedacht und auch nach langem drüber nachdenken keine passende Antwort parat. Zum Beginn eines Abends, kein problem, da würde ich sagen: Ein Glas Sekt oder eigentlich immer ein Bier, aber letzter Drink? So vorm pennen gehen? Keine Ahnung. Ich muss bald mal bei euch vorbeikommen und das herausfinden.

Rek.: Merci & bis bald!
C.L.: Bis bald ihr supercoolen typen!

Carina Letzas
Kurzbio: geb. 07.10.1990, wohnhaft in Essen,
Abschluss Kommunikationsdesign an der Folkwang UdK 2016
// Kontakt: carina.letzas@gmx.de
https://www.instagram.com/carina_ltzs_illustration/

Videorekorder


Der VIDEOREKORDER zeigt seine Aufnahmen. In Zusammenarbeit mit I AM HERE, Max Ponischowski und Dennis Dudda sind sechs Videos entstanden, die sich mit dem Außen- und Innenleben des Rekorders beschäftigen, also mit dem ganzen Drumherum (mehr …)

April: UZP – Die Mandarine


Vorhang auf für die Kunst des Monats April:
Untergäng Zeitgeist Publishing: Die Mandarine

Rek.: Herzlich Willkommen.

UZP: Merci.

Rek.: So. Mandarine.
Untergäng Zeitgeist Publishing.
Wo geht’s hin?

UZP: Uhm …
Ja wo geht’s hin, wo kommts her –
von ganz tief unten. Und wahrscheinlich wird’s da auch bleiben.

Rek.: Geht es noch tiefer?

UZP: Geht immer tiefer.
Wir sind jetzt bei Null.
Aber es geht auch unter Null.

Also, Richtung Untergang.
Der Untergang ist unendlich.

Rek.: Die Mandarine – Zufall im Untergang?

UZP: Ja …
also die Mandarine ist der offizielle Auftrag.
Der unglaublich schöne Einleitungstext zu den Gedichten sagt eigentlich alles. Was bedeutet das: Mandarine?
Informiert euch.

Rek.: Vielleicht noch ein Gedanke zur erotischen Dimension dieses Projektes?

UZP: Klar. Sauer macht lustig. Die Mandarine spritzt zurück.

Rek.: Letzte Worte?

UZP: Mehr Licht.

Und mehr Untergang.

Rek.: Danke.

UZP: Immer.

Fragen an: Littlelake


Du kommst aus Kiel und bist da regelmäßig in der Schaubude auf. Erzähl mal, Kiel – schön da? Sind die Feiergewohnheiten anders als in Dortmund?

Kiel: la mer, savoir vivre …..aber nachts sind alle Katzen grau und im Rekorder fühlt´s sich eigentlich genauso an wie in der Schaubude.

House wird ja oft schnell in die „langweiliges-Elektro-Bummbumm“-Schublade geschoben. Was setzt du diesem Gerede entgegen? Was ist das Geile an House?

Ja und? Bummbumm und Bass bringen den Arsch in Bewegung. Darum geht’s! Alles andere findet in Dir selbst statt. Je simpler, desto besser. Es muss auch nicht immer Beethoven sein.

Du legst immer noch komplett ohne Laptop auf. Machen ja viele. Warum eigentlich?

Aus Gewohnheit, mangelndem Abstraktionsvermögen und wegen Verlustängsten.

Deine Das-bislang-beste-Auflegen-meines-Lebens-Story?

Hab ich leider vergessen. Grundsätzlich mit anderen Djs zusammen.

Und wann war’s mal so richtig scheiße?

Hab ich Gott sei Dank vergessen. Grundsätzlich, wenn die Gäste eine bestimmte Erwartungshaltung haben.

März: Edwin Innocent


Vorhang auf für die Kunst des Monats März: Edwin Innocent

Rek.: Willkommen, willkommen, willkommen!

E.I.: Es ist Rosenmontag. Die Stadt ist voll mit Leuten, die einmal im Jahr sie selbst sein dürfen. Was denkst du?!

Rek.: Und so machen die Kleider dann wohl die Leute. Wie ist das denn bei dir – bleibt der Unschuldige gerne maskiert?

E.I.: Das ist keine Frage der Unschuld. In der Akustik z.B. bezeichnet es den Umstand, dass leisere Töne durch lautere verdeckt werden (Maskierungseffekt). Wir reagieren bei allem zuerst eher auf den dominanteren Reiz. Interessant wird es aber dann, wenn man sich angewöhnt, dahinter zu hören oder zu schauen. Aber das bleibt ja jedem selbst überlassen.

Rek.: Hinter die Dinge zu schauen ist immer interessant, auf jeden Fall. Auch wenn dort dann oftmals nur Staub liegt – auch nicht weniger reizvoll. Und manche Dinge sind einfach von Anfang an Shiny Toys, nicht wahr? Die fallen einem einfach buchstäblich ins Auge. Was liegt dir denn auf der Linse?

E.I.: Na z.B. das Superstar-Image vieler Staatsoberhäupter – ein bisschen Profilneurose braucht man wahrscheinlich, um überhaupt so weit zu kommen. Aber hey, das sind keine Popsternchen, bei denen der Hype um einen schlechten Song irgendwann ohne ernste Konsequenzen vorübergeht. Die sollen Gesellschaft prägen.  S’gibt inzwischen wohl mehr Groupies als Wähler …

Rek.: Ok. Ja, es wird viel von den Dächern getwittert … wo war ich? Ach ja –

pass auf, scheiss Überleitung, aber immerhin! Du hast die Wahl: Wenn du müsstest, würdest du lieber gegen 50 entengroße Pferde kämpfen, oder gegen 1 pferdegroße Ente?

E.I.: Ich glaub, ich würd lieber nur einen überlisten müssen – kann zwar auch schiefgehen, aber Crowd-Sourcing birgt unschätzbares Kapital …

Rek.: Ah ja, da sagst du was. Ansonsten: Vielleicht die 50 entengroßen Crowd-Sourcing Pferde einfach out-sourcen – noch mehr schief gehen kann ja eh kaum. Aber was rede ich hier eigentlich? Sag du’s mir: Sinn oder Verstand?

E.I.: Ich denke, wir haben die wesentlichen Inhalte mit genügend shiny words maskiert. Lass jetzt mal die Ausstellung sehn und ’n Bier drauf trinken. Einverstanden?

Rek.: Keine Frage.

Fragen an: Delicious Frequencies


1. Hier, hört mal, ihr macht ja sonne Radiosendung. Die finden wir richtig gut. Aber warte, das soll ja eine Frage sein. Welchen Gast hättet ihr gerne mal da?

Aufjedenfall Twit One den Oberchef! Wenn der mal da war hören wir dann auch komplett mit Musik auf , wandern nach Brasilien aus und chillen am Strand haha… Ansonsten haben wir natürlich am liebsten die Homies aus Dortmund und Umgebung da!

2. Ihr legt sehr viel Soul auf, aber auch gerne Rap. Was sind die Unterschiede für euch beim Auflegen? Worauf muss man bei Soul achten, worauf bei Rap?

Wir finden Soul aufj eden Fall tanzbarer, warum wir meistens bei Soul/Funk am Ende des Abends landen.. Groß anders auflegen tun wir die unterschiedlichen Genres nicht… Hauptsache es ist Feuer drinne!

3. Ey, Thelonious, du wohnst ja gar nicht mehr hier. Wie isses denn jetzt in Köln? Sind die Leute nett? Und kann man da wirklich so gut Platten kaufen wie die Leute sagen?

Jawoll, ich bin seit nunmehr 4 Jahren in Kölle zuhause, allerdings kriegt mich aus 328, aber 328 nicht aus mir raus.

Köln ist großartig – weniger kernig als Dortmund, aber ich habe hier mittlerweile echt viele tolle, inspirierende Menschen kennengelernt – an der Stelle Shout Out an WinneOneTwo, Monibi und die Untergrundwelle678! Die Musikszene hier ist echt sehr breit gefächert, wodurch man mit viel verschiedenem Kram konfrontiert wird und der Geschmack sich in Richtungen wandelt, die man von sich aus nicht unbedingt einschlagen würde. Das kann man hier auch super ausleben durch die ganzen Flohmärkte und Läden wie Groove Attack, Early Bird, Topic Drift (S/o Christian Guntermann) und kriegt so nochmal andere Geschichten mit, als wenn man drüben diggt. Es ist einfach alles größer und etwas näher am Puls der Zeit hier, was aber nicht heißt, dass Dortmund hinterherhinkt – es ist einfach anders.

4. Und Black Friction, hälst du die Stellung oder bist du jetzt auch bald weg? Warum bist du überhaupt noch hier?

Ich halt auf jeden Fall die Stellung! Bin im Moment im Umzugshustle und bin ab März endlich aus Hotel Mama und Papa raus. Ihr könnt mich dann im Dortmunder Westen vorfinden… Gegenfrage: Warum sollte ich überhaupt weg? Dortmund ist 4 real!

5. Was war bislang die Auflegerei eures Lebens? Meint ihr, es könnte noch geiler werden?

Die Action mit dem SoulRabbi im Rekorder.. ist doch logisch! Oder auch die Action mit Habibi Funk…da hat sich einer bis auf die Unterhose ausgezogen…wir haben ihm dann den Popo signiert, das war super haha!
An der Stelle auch Shoutout an das niemals enttäuschende Rekorder Publikum, die einfach für alles offen sind, das macht richtig bock! Irgendwann zock ich (BlackFriction) auch bei euch den „Justin Timberlake – Rock Your Body Miami Funk Remix“ , das werd ich mich nämlich woanders wahrscheinlich niemals trauen haha

Februar: soup.exe


Vorhang auf für die Kunst des Monats: soup.exe

Rek: Moin. Wie gehts?
Soup: Gut so weit, danke. Viel gesehen heute.
Rek: Aus dem Fotoalbum an die Wand: Ein Leben in der Vergangenheit?
Soup: Klar, manchmal. Aber nur für den Moment.
Rek: Und was ist mit der Zukunft?
Soup: Die ist angedeutet.
Rek: In den Fotos?
Soup: Auch, ja. Aber auch in den Nicht-Fotos.
Rek: Und die Gegenwart?
Soup: Ja.
Rek: Und jetzt?
Soup: Open Source. Locker machen.
Rek: Nicht lange überlegen.
Soup: Ja. Obwohl, am besten schon ein bisschen.
Rek: Manchmal bleibt halt nur die Nacht vorher.
Soup: So ungefähr. Und meistens hat die dann auch nur ein paar Stunden.
Rek: Kann man sich darauf verlassen?
Soup: Nein. Aber was soll man machen.
Rek: Manchmal hilft Fotos gucken.
Soup: Ja, manchmal. Ansonsten hilft Kaffee. Und Suppe.

Soup.exe ist eher zufällig hier. Aber bis hier liefs dann auch doch ganz gut.
Vielleicht kommt er noch mal wieder, Fotos sammeln, fürs Album.

Fragen an: Bobby


Zu unserem Freitags-Vinylstammtisch laden wir immer einen Gast ein. Diesmal ist es die wunderbare Bobby. Sie hat uns ein paar Fragen rund ums schwarze Runde beantwortet.

1. Was ist deine derzeitige Lieblingsplatte?

Oha – ich liebe so viele Platten…im Moment höre ich gerne die „Stalk-Forrest Group“- Album: St.Cecilia

2. Was passiert, wenn du auflegst?

Beim Auflegen ist Alles möglich – meistens ist es ein großer Spaß – mein persönliches Highlight war ein Abend in der Suite 23 bei dem sich die Leute beim Tanzen gegenseitig durch den Laden getragen haben und der Sound der Anlage so dermaßen gut war, dass Pille tatsächlich vom Bass die Kappe ein Stückchen hochgeflogen ist…

3. Wann hast du das erste Mal aufgelegt? Gibt’s ne gute Story dazu?

Angefangen aufzulegen hab ich auf privaten Partys (das war noch zu meiner Schulzeit) – bis ein guter Freund, der damals schon in vielen tollen Läden aufgelegt hat und auch eine eigene Partyreihe hatte zu mir gesagt hat: „Hey Bobby-warum quälst Du Dich auf diesen Partys rum-komm doch lieber mal mit uns mit und spiel Deine Platten für Leute, die da auch Bock drauf haben…Wir haben dann zuerst im „LUX“ in Essen (ehemals Rote Liebe) aufgelegt -es folgten jede Menge andere Läden und wir haben nebenher noch selber Partys organisiert. Eine für mich tolle Erinnerung ist eine illegale Party, die wir damals auf dem Gelände der Jahrhunderthalle in Bochum veranstaltet haben. Man konnte das Gelände von der Straße aus nicht einsehen und wollte man von der Jahrhunderthalle aus zu uns gelangen musste man klettern. Oben in der Halle war parallel eine Star Trek-Party und die Treki´s standen alle oben auf dem Gelände und haben uns beim Feiern zugeschaut. Es war ein super heißer Tag und Alles hat „kurz vor knapp“ noch geklappt – der Strom kam vom Generator – ein Delikatessen-Laden um die Ecke hatte uns „auf den letzten Drücker“ noch eine alte Badewanne mit Eis voll geladen, um die Getränke zu kühlen. Lokale Künstler haben die Wände mit Dia-Shows verschönert. Entlang des Geländes führten auch Bahngleise auf denen ab und an ein Güterzug entlang fuhr – plötzlich hielt ein vorbei fahrender Zug und der Lokführer fragte erstaunt, was wir da machen würden…? Wir haben ihm dann noch ´ne Cola in´s Fahrerhaus gereicht (Bier wollte er keins…) und er ist „amüsiert“ weiter gefahren. Wir haben gefeiert bis zum Sonnenaufgang und das Geld, was wir -zu unserem Erstaunen verdient haben- bei einem herrlichen Grillnachmittag verfressen und versoffen…Ach ja…..

4. Wie viele Platten hast du so?

noch nie gezählt-über´n Daumen gepeilt vielleicht so 2500…

5. Und wo legst du sonst so auf?

Mal hier mal da. In Dortmund gibt es ja leider nicht mehr so viele Möglichkeiten-die Teller habe ich schon in den meisten Läden Dortmunds mal gedreht…Immer wieder gerne bei Euch! Im Sommer auf dem Kulturschiff in Herne, auch gerne mal mit Freunden im Komet oder im Beatclub in Hamburg.

Januar: Die Untergäng

Der Rekorder ist eine Kneipe (eine Kunst- & Kulturkneipe, okay okay …), und in Kneipen wird getrunken. Und geredet. Bis zuletzt dann so viel getrunken wurde, dass nicht mehr geredet werden kann. Aber Kunst? Jaja, doch – das geht. Und keine Angst, Kunst hängt bei uns einfach nur an der Wand: Kann man sich anschauen, wenn man will. Darf man auch drüber reden. Oder sich drüber lustig machen. Oder schlicht mit Missachtung strafen. Muss man aber auch nicht. Vor allem aber ist die Kunst im Rekker eines: Jeden Monat neu! Betrachtet den Künstler des Monats als eine kleine, leise Institution, die schon vielen KünstlerInnen Raum geboten hat (und das weiterhin tun wird) – ganz zum Amüsemäng von uns Kneipenfreunden. Insofern:

Vorhang auf für das Künstlerkollekiv des Monats: Die Untergäng.

 Rek:
Herzlich Willkommen! Ihr müsst heute früh ins Bett? Oder trinken wir noch ein Bierchen?

Untergäng:
Ja & Nein.

Rek:
Also, was denn jetzt?

Untergäng:
Kollektive sind halt zwiegespalten.
* Manchmal.
# Gelegentlich.

Rek:
Gut. Ich habe gestern „The Lobster“ gesehen. Im Falle einer Verwandlung in ein Tier – was wäre denn eure Wahl?

Untergäng:
# Irgendwas, das nicht so gern gegessen wird.
* Eine Fledermaus.

Rek:
Ok, und –

Untergäng:
* Ich glaub ich wäre gern ein Faultier. Aber dafür habe ich dann doch zu oft den Drang was zu tun. Oder nein! Ne Nachteule …Vielleicht auch ne Schneeeule.
# Ein Uhu.
* Ein kleiner komischer Kauz.
# Ein Flederpferd!
* Ein Einhorn.
# Sag ich doch, ein Pferd mit Flügeln halt.
* Sag ich doch auch!
* & #: Ein Flederpferd. Das sich von Bier ernährt.
Und von Tränen.

Rek:
Ok. Genug von den Tieren. Hängen die meisten Bilder bei euch zu Hause gerahmt oder loose?

Untergäng:
# Gerahmt.
* Sowohl als auch.
# Ich weiß grade gar nicht. Ich glaub ich häng mich grade neu.
* Überwiegend, ja.

Rek:
Gerahmt oder nicht, hängt ihr zuhause eigene Sachen?

Untergäng:
# Ich hatte so einen großen goldenen Rahmen, da kamen dann eigene Bilder rein. Je nach Laune. So wie sie entstehen, hängen sie dann.
* Joa.

Rek:
Mmh, also –

Untergäng:
# Beziehungen. Braucht immer alles Beziehungen.
* Insofern, dass ich damit was verbinde. Oder ich muss es mit Bedeutung aufladen. So ist das auch mit der Untergäng. Kollektive Autorschaft. Alles enthält Elemente von anderen. Von Menschen mit denen es zusammen enstanden ist.
# Eins.
* Nichts von Einzelmenschen.
# Von Zweizelmenschen.
* Alles aus der Situation heraus.
# Ja.

Rek:
Macht Sinn. Was wollte ich denn jetzt noch mal fragen …

Untergäng:
* & #: So ist dann wohl unsere Frage an dich: Arbeitest du immer so unstrukturiert in deinen Interviews wie wir in unseren Formaten?

Rek:
Ja. Allerdings nicht chaotisch. Eher intuitiv. Insofern ganz passend. Anders Thema: Die Untergäng als Erzählung – wie ist der Plot?

Untergäng:
* Die Untergäng beginnt in der Nacht.
# Passend zu den Tieren.
* Und dann dämmerts. Und dann ist es da.
# Teeniefilm. Horrorszene, Wald. Wir müssen in den Keller. Da spielt sich alles ab.
* Abgekapselt.
# Unerwartet. Zum Beispiel an nem Frühlingstag im Fredenbaum. Und die Ente greift uns an. Da wo Gänse Gyros klauen. Veggiegyros.
* Also mittendrin. Dann wird das Ding eingetütet.
# So nämlich.
* Ist so.
# Das war’s dann auch.

Rek:
Geil. Noch irgendwas für auf den Weg?

Untergäng:
* Fußpilz. Ist doch für den Weg, oder?
# Hansette …Und, schön – wir danken dir für das Gespräch.

Rek:
Ich danke euch auch. Noch was kollektives zum Schluß?

Untergäng:
* & #: Wir hören da auf, wo wir angefangen haben. In der Nacht.

Die Untergäng kennt sich zum Teil mit Permakultur aus. Es wurden Wortbeiträge gehört.

 

Programm Januar & Februar


Dezember: Anna Hauke


Der Rekorder ist eine Kneipe (eine Kunst- & Kulturkneipe, okay okay …), und in Kneipen wird getrunken. Und geredet. Bis zuletzt dann so viel getrunken wurde, dass nicht mehr geredet werden kann. Aber Kunst? Jaja, doch – das geht. Und keine Angst, Kunst hängt bei uns einfach nur an der Wand: Kann man sich anschauen, wenn man will. Darf man auch drüber reden. Oder sich drüber lustig machen. Oder schlicht mit Missachtung strafen. Muss man aber auch nicht. Vor allem aber ist die Kunst im Rekker eines: Jeden Monat neu! Betrachtet den Künstler des Monats als eine kleine, leise Institution, die schon vielen KünstlerInnen Raum geboten hat (und das weiterhin tun wird) – ganz zum Amüsemäng von uns Kneipenfreunden. Insofern – Vorhang auf für den Künstlerin des Monats Dezember: Anna Hauke.

So, Kinder – Dezember. Endlich wieder, oder? Schneematsch, Vanillekipferl, Schnaps im Tee, – was für ein Monat. Was tun? Ganz einfach: Es ist der perfekte Moment, um sich mit Anna Hauke zu einem Gespräch zu treffen. Also, ihr Lieben – das war so …

Rek.: Anna! Schön, endlich finden wir mal Zeit. Sag mal wie geht’s?
Anna: Mmh – Ja … Mit Schnupfen, aber gut. Ich will nicht immer meckern.

Rek.: Cool, Cool. Wann warst du denn das letzte mal im Kino?
Anna: Verdammt – das muss in „Vom Winde verweht“ gewesen sein – vor einem ¾ Jahr, mit Mama.

Rek.: Und? Schönes Erlebnis? Wie fandest du den Film?
Anna: Lang.

Rek.: Ok…
Anna: Ich hab meine Mama aus Düsseldorf entführt, ins Kino im Dortmunder U gesetzt –
ohne das sie eine Ahnung hatte, dass sie ihr Lieblingsfilm erwartet …

Rek.: Der Klassiker …
Anna: Naja. Anderes Thema. Ich hab auch mal ne Frage: Was ist dein Hobby?

Rek.: Mein Hobby? Bilder gucken. Und deines?
Anna: Also zur Zeit zum großen Jammer meines Freundes: Fische gucken.

Rek.: Ach was! Gehst du tauchen? So mit Brille und Flasche?
Anna: Nein! Ich setz mich mit nem Kaffee vor’s Aquarium. Wohnzimmertauchen.

Rek.: Oh – na gut. Und was ist dein Lieblingsfisch?
Anna: So. Mein Lieblingsfisch heißt Helmut. Er kann ein bisschen fliegen. Deswegen muss man aufpassen, dass seine Flugeskapaden nicht auf dem Teppichboden enden.

Rek.: Das wäre ein schreckliches Szenario. Aber wir sind ja auch schon fast am Ende hier – zeichne doch noch mal ein schönes Bild! Also in Gedanken …
Anna: Vom Fisch?

Rek.: Ähh – ja. Oder nein. Egal. Sag mal – das war toll mit dir zu quatschen! Willst du noch was spezielles loswerden?
Anna: Nö. Jetzt im Moment grade nicht, nein. Tschüss.

Anna Hauke arbeitet und lebt in Dortmund & ist Teil der Atelier-Schreinere-Bande.

November: Friede F. Mathilda


Der Rekorder ist eine Kneipe (eine Kunst- & Kulturkneipe, okay okay …), und in Kneipen wird getrunken. Und geredet. Bis zuletzt dann so viel getrunken wurde, dass nicht mehr geredet werden kann. Aber Kunst? Jaja, doch – das geht. Und keine Angst, Kunst hängt bei uns einfach nur an der Wand: Kann man sich anschauen, wenn man will. Darf man auch drüber reden. Oder sich drüber lustig machen. Oder schlicht mit Missachtung strafen. Muss man aber auch nicht. Vor allem aber ist die Kunst im Rekker eines: Jeden Monat neu! Betrachtet den Künstler des Monats als eine kleine, leise Institution, die schon vielen KünstlerInnen Raum geboten hat (und das weiterhin tun wird) – ganz zum Amüsemäng von uns Kneipenfreunden. Insofern: Vorhang auf für Kunst im Monat November: Friede F. Mathilda:

Rek: Schön, dass du da bist. Wie bist du hier hergekommen?
FFM: So wie alle anderen auch, ich hab mich nicht her teleportiert. Leider.

Rek: Wars schlimm?
FFM: Nein, war ganz ok. Ich bin diese Art der Fortbewegung ja gewöhnt.

Rek: Hast du einen Hund?
FFM: Nein, keinen Hund. Das muss für mich auch gar nicht sein, Hundehaltung ist nichts für mich. Sowieso, ich kann mit Haustieren nichts anfangen. Einmal ein Hund sein hingegen, dass … – ja, dass hätte was. Aber dann bitte keiner, der in einer festen Beziehung steckt.

Rek: Einmal ein Hund sein? Was interessiert dich daran?
FFM: Hmm? Was? Entschuldigung, ich war grade woanders – also … ja. Was weiß ich denn – ist doch interessant. Einmal ein Hund sein halt, das sagt sich doch so. Das geht mir jetzt aber auch zu nahe. Das wird mir zu philosophisch hier.

Rek: Dein Auge sieht so komisch aus, oh je, ist das indiskret… darf ich fragen?
FFM: Wieso? Die Frage verstehe ich jetzt nicht. Aber nein, nein – alles Ordnung. Also, da fällt mir ein – das ist ein wenig bizarr jetzt. Ich hatte heute Nacht einen Traum, von einem toten Esel und einem Klavier … keine Ahnung wie ich jetzt darauf komme.

Rek: Du bist ja aktuell wieder sehr umtriebig. Welche Themen beschäftigen dich momentan?
FFM: Ach, weißt du, da musst du doch nur mal das Internet anmachen, nicht wahr? Mich beschäftigt alles. Alles alles.

Rek: Und, wie voll ist das Glas?
FFM: ….. ach – weiß ich nicht. Es läuft über, glaub ich. Ist mir aber auch egal. Recherchier das doch mal ordentlicher, das mit deinen Fragen und so.

Rek: Warum egal? Langeweile?
FFM: Wahrscheinlich, ja. Da fällt mir jetzt grade … aber nein. Ich werde jetzt hier keine großen Reden über Buñuel schwingen. Da würde das ganze dann sonst nämlich von meiner Seite zu philosophisch werden, nicht wahr. Das soll ja nun auch nicht sein.

Rek: Ist schon ok.
FFM: Nein, ist es nicht.

Rek: Vielen Dank.
FFM: Bitte.

Friede F. Mathilda (* ca. 1980er) lebt und arbeitet zur Zeit in Barcelona & Paris.
Ideen, Materialien & Methoden schwanken ebenso wie die Inhalte des künstlerischen Ausdrucks. Weitere Konzepte & Arbeiten für die Jahre 2017 – 2039 befinden sich in Planung.

Oktober: Kreative Pause / Inventur

September: Ulrik Schreckert


Der Rekorder ist eine Kneipe (eine Kunst- & Kulturkneipe, okay okay …), und in Kneipen wird getrunken. Und geredet. Bis zuletzt dann so viel getrunken wurde, dass nicht mehr geredet werden kann. Aber Kunst? Jaja, doch – das geht. Und keine Angst, Kunst hängt bei uns einfach nur an der Wand: Kann man sich anschauen, wenn man will. Darf man auch drüber reden. Oder sich drüber lustig machen. Oder schlicht mit Missachtung strafen. Muss man aber auch nicht. Vor allem aber ist die Kunst im Rekker eines: Jeden Monat neu! Betrachtet den Künstler des Monats als eine kleine, leise Institution, die schon vielen KünstlerInnen Raum geboten hat (und das weiterhin tun wird) – ganz zum Amüsemäng von uns Kneipenfreunden. Insofern – Vorhang auf für den Künstler des Monats September: Ulrik Schreckert.

Rek.: Willkommen! Wir haben September – herrje, schon wieder. Kinder, wie dir Zeit vergeht. Ulrik – was ist dein Lieblingsmonat? Warum?
US: Sommeranfang, Juni. Ich kann mit dem Winter nicht viel anfangen…

Rek.: Grundschule – lange her. Dein Eintrag ins „Alle meine Freunde-Buch“: Wenn ich groß bin, werde ich … ?
US: Natürlich Feuerwehrmann…

Rek.: 29., 30., 31. – Spaghetti mit Tomatensoße. Alternativen?
US: Kibbeling im richtigen Ambiente, das heisst in den Niederlanden an einer Fischbude am Meer.

Rek.: Unser Fenster zum Hof klemmt mal wieder. Zeit für eine neue Perspektive. Was siehst du so, wenn du die Ellenbogen in das Kissen drückst und raus in die Welt schaust?
US: Ich sehe, dass es momentan viele Menschen mit fragwürdigen Ansichten gibt.

Rek.: Und, wohin geht die Reise?
US: Sie geht hoffentlich kreuz und quer und über alle Grenzen hinweg.

Rek.: Na gut. Kommen wir dann zu den obligatorischen Kneipenfragen: Lieblingsdrink? Und: Ist ein Tresen eigentlich mehr als die Summe seiner Teile?
US: Wenn es nicht alkoholisch sein soll: Vichi Katalan und eiskaltes Malzbier. Wenn es alkoholisch sein soll: Belgische Biere. Ansonsten, ich bin kein Tresentyp. Die besten Runden entwickeln sich am Küchentisch.

Rek.: Abends, der Tag hat vielleicht noch eine Stunde. Endlich: Ein gutes Buch. Ist das so? Wenn ja, was liest du? Was ist dein Genre
US: Zur Zeit leider nur Stoff für die Uni. Ansonsten bin ich offen, bis auf Krimis, Thriller, Phantasie- und Liebesromane…; )

Rek.: Mal was anderes. Kategorie Philosophie. Erklär uns doch mal die Welt. Eli5: Was ist „Zeit“?
US: Die Welt ist alles, was du wahrnimmst. Die Zeit ist nur eine Erfindung des Menschen. Nimmt die Zeit nicht so ernst. Schau nicht immer zurück, sonst verlernst du bewusst zu genießen und zu erleben.

Rek.: Hat der Wahnsinn Methode?
US: Wenn der Wahn Sinn macht, hat er Methode. Aber das ist eigentlich nicht spannend. Deswegen, Wahnsinn ist immer dann spannend, wenn man ihn nicht erwartet.

Rek.: Ja sag mal, ist es denn schon wieder so weit?
US: Ich sag doch, nimm die Zeit doch nicht so ernst.

Ulrik Schreckert, geboren in Bochum. Lebt seit Jahren in Dortmund. Ist Diplomierter Grafik Designer. Verheiratet, ein drei jähriges Kind. Nun Master Student auf Lehramt in Kunst und Sozialwissenschaft.

Fragen an: Love Machine

Fragen an: Love Machine

Wem würdet ihr gerne die Fresse polieren?
Niemandem.

Wer sind eure Fans?
Freaks jeder Altersklasse.

Was hat das mit den Schnäuzern auf sich?
Wo Liebe ist, dort sind auch Schnurrbärte.

Guckt ihr oft auf die Uhr?
Ja. (mehr …)

Projektbeispiel


Das ist ein Projekt

August: Rahel Grothus


Der Rekorder ist eine Kneipe (eine Kunst- & Kulturkneipe, okay okay …), und in Kneipen wird getrunken. Und geredet. Bis zuletzt dann so viel getrunken wurde, dass nicht mehr geredet werden kann. Aber Kunst? Jaja, doch – das geht. Und keine Angst, Kunst hängt bei uns einfach nur an der Wand: Kann man sich anschauen, wenn man will. Darf man auch drüber reden. Oder sich drüber lustig machen. Oder schlicht mit Missachtung strafen. Muss man aber auch nicht. Vor allem aber ist die Kunst im Rekker eines: Jeden Monat neu! Betrachtet den Künstler des Monats als eine kleine, leise Institution, die schon vielen KünstlerInnen Raum geboten hat (und das weiterhin tun wird) – ganz zum Amüsemäng von uns Kneipenfreunden. Insofern – Vorhang auf für die Künstlerin des Monats August: Rahel Grothus.

Rek.: Was leichtes zum Einstieg. Stell dir vor: Heute Abend, Last-Minute-Flug, freie Auswahl. Wohin geht’s?
RG.: London. Ist lange her, dass ich geflogen bin, da fange ich doch mal mit einem „Kurzstreckenflug“ an.

Rek.: Was hast du drauf? Was ist dein Special_Move?
RG.: Was ist ein Special_Move? Verwirrung stiften, das Patriachat ist Schuld.

Rek.: Von Gastronom & Kneipenfreund zu Kneipengast & Künstlerin:
Lieblingsdrink? Und wenn du schon dabei bist – erzähl uns doch eine Suff-Anekdote.
RG.: Lieblingsgetränk: Bier. Anekdote: Sascha. Die Geschichte ist spitze, aber zu lang und nicht witzig für Dritte.

Rek.: Du kennst doch bestimmt eine schöne Fabel, ein schnelles Märchen. Schieß los!
RG: Robotermärchen – die Uranohren! Da ging es um einen König und seine Untertanen. Der König unterdrückt die Untertanen, da er eine Verschwörung gegen ihn bemerkt und möchte diese verhindern. Die Untertanen haben aber kein Bock drauf und organisieren sich. Sie besorgen sich Ohrenschützer (Uranohren), damit der König sie nicht mehr kontrollieren kann. Und es endet mit einer Riesenexplosion, der König fliegt ins Weltall und stirbt. Der Rebellenanführer Pyron wird gefeiert und es gab noch irgendeine Redensart am Ende, irgendwas mit Henker…

Rek.: Guilty Pleasure?
RG: Geiler Song von Gavlyn.

Rek.: Warum warst du Mutters Liebling?
RG: War und bin ich bis heute nicht.

Rek.: Was hast du als Kind erfunden, was es schon gab?
RG: Es gibt nur Erfindungen die es nicht geschafft haben. Wie z.B. ein Auto für einen Baum. Oder der Duden zum Thema „Rahelianisch verstehen“. Der wird ständig weiter geschrieben. Es wird wohl nie ein Ende geben.

Rek.: Deine beste Lüge? (technisch & inhaltlich)
RG: Alle Menschen sind gleich alt und gleich groß. Ich belüge mich da wohl selbst.

Rek.: Dein „Peter-Pan-ist-tot-Moment“?
RG: Wo soll ich denn da anfangen? Es reicht ja schon beim Kundendienst für’s Internet anzurufen oder Geld für Essen zu bezahlen… Tschuldige, da könnte ich jetzt weit ausholen.

Rek.: Letzte Frage. Dein uncoolster Skill?
RG: Ich kenne mich äußerst gut mit Wäsche machen aus.

Rahel Grothus, geboren 1986, lebt und arbeitet zur Zeit in Dortmund und manchmal in Bielefeld.

Videorekorder Folge 6: Wundertüte


Ihr kennt doch bestimmt noch aus früheren Zeiten diese schönen quadratischen, bunten Papiertüten von der Bude von nebenan. Und die, die es nicht mehr kennen, haben da leider was verpasst. Umso besser, dass wir die Wundertüte nun wieder zurückholen. (mehr …)

Videorekorder Folge 5: Urban Gardening



Ein Einzelner kann eine Menge tun, um seine Umgebung zu verbessern. Davon handelt die Geschichte von Philip Munyasia. Aufgewachsen unter ärmsten Bedingungen in einem Slum in Kitale (Kenia) als jüngster von acht Brüdern, erhielt er als (mehr …)

Videorekorder Folge 4: Vinylstammtisch


Jeden zweiten Mittwoch werden bei uns die Plattenteller rausgeholt und der Allgemeinheit beim Vinylstammtisch zur Verfügung gestellt. Wie kommt die Platte in den Rekorder? Mit: Micha der Koch (leckere Pasta).

Videorekorder Folge 3: Ringelbeats mit Anbassen


Eine Runde Ringelbeats mit Anbassen im September 2015 – in ziemlich klassischer Variante, aber mit einem Gast, der die Bezeichnung „Special Guest“ auch wirklich verdient hat: Der legendäre Soulrabbi. Und wer treibt sich da noch im Video herum? (mehr …)

Videorekorder Folge 2: Call me Mary



Die wunderbaren Call Me Mary – großartige Musik aus der Nachbarschaft. Viel Spaß damit.
Video: Max Ponischowski.

Videorekorder Folge 1: Legoliteratur



Folge 1 dreht sich um die Lesereihe LEGO LITERATUR von Julian Gauda und Roman Kurth, auch bekannt als die Unordnung der Dinge. Die beiden Autoren aus den Reihen des Rekorders schreiben, leben und wirken in Dortmund. (mehr …)

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