Interview mit einem Wal

Übersetzt aus dem walischen von Maren B.

Rek: Hallo, viele haben schon von dir gehört andere noch nicht. Wer bist du?
Wal: Miau, ich liebe Katzen. Hups. Meine Flossen sind so fett. Ich bin Wal. Hi!

Rek: Wie ist es da unten?
Wal: Ach du heude isset nasser als sonst. Liegt glaube ich an der Jahreszeit.

Rek: Du kommst bestimmt viel rum in den Weltmeeren. Was muss man denn gesehen haben?
Wal: Herr Schwertlowski von nebenan hat jetzt ein Muschelgarten. Hat er lange drauf gespart. Hat ihn fast sein Seepferdchen gekostet. Mit dem fährt er immer zur Arbeit. Naja der Garten. Das ist wirklich hübsch da. War letztens auf ein Krill-Süppchen da. Ansonsten ist Harri auf der Eisschollen immer ne Reise wert. Der hat immer den neusten Tratsch vom Land. Achja! Und die Korallenriffe sind auch gut hier unten.

Rek: Eine persönliche Frage: Du bist ja ganz schön schwer, selbst für einen Wal. Wie stellst du es an, nicht unter zu gehen? Und wie kann ich mir so einen Tag im Leben eines Wals vorstellen?
Wal: Ich esse Krill-light. Und mache jeden Morgen 18 Liegestützen. Dann beginnt meine Schicht. Mein Vater war schon Taxi-Wal. Habe das Unternehmen übernommen und bin ab jetzt der einzige. Klaus ist letzten Sommer hops gegangen und seit dem transportier ich alle Leute zu ihren Arbeitsplätzen oder sonstigen Zielen. Meine Routen variieren je nach Laune und manchmal mach ich einen Salto. Also unter Wasser. Naja also mehr eine Rolle. Also das mach ich wenn Passagiere mir müde vorkommen. Ich rolle sie quasi wach! Abends guck ich Wasserball. Die „Moräns 7“ sind meine liebste Mannschaft. Die haben es in sich! Manchmal kommt Rochanzki und guckt mit. Außerdem bin ich glücklich, das hilft mir nicht unter zu gehen.

Rek: Am 25.11. ist deine Party. Weißt du schon was du anziehst? Ist ja sicher nicht so leicht?!
Wal: Ich hatte an die Krawatte von Onkel Lübbert gedacht. Da sind Bananen drauf. Die hat er aus Panama. Mmmhh Panama. Da will ich auch mal hin!

Rek: Hucha, Dresscode ist also tropisches mittleres Management. Sind an diesem Abend denn alle Fische eingeladen und weißt du was so auf die Teller kommt? Zeigst du uns deine panamesischen Tanzmoves?
Wal: Alle die Lust und Laune haben und geputzte Bauchnäbel. Ich mag ja gern Krill nä. Aber Pommes Schranke und Hawaii Toast wird es werden. Getanzt wird natürlich. Auch gerne während des Essens. Dann rutscht es schneller durch und es passt mehr rein.

Rek: Okay, lecker lecker! Und gibt es ein guilty pleasure von dem du uns erzählen magst?
Wal: Ich hatte was mit Küchenchefin von Wurst Oktopus. Deswegen bekomme ich Prozente auf die Bestellung. Auf jede Pommes Schranke 10%.

Rek: Ui, wie kann man sich das denn vorstellen? Überhaupt: Partnerschaft, Freundschaft und Liebe. Wie haltet ihr es da unten damit?
Wal: Wir sind jetzt Freunde. Ulla ist wieder zu ihrem Mann zurück und ich habe mich für die beiden gefreut! Liebe ist etwas schönes. Und im Falle des Falles, dass man sich mal aus den Augen verliert bedeutet das nicht das die Liebe einfach vorbei ist. Die beiden sehen sich jetzt nicht mehr als selbstverständlich. Das ist der Schlüssel. Auf der letzten Gartenparty von Herrn Schwertlowski war Wal-Hai-Dame Gritt da. Tolle Kurven und weiche Seele. Die kommt auch zur Party! Ich freu mich, mal sehen ob wir die Mayo teilen.

Wal: Darf ich fragen ob Sie auch kommen?
Rek: Ich trete nicht mehr so gerne in Pfützen. Aber wenn der Weg sicher ist, komme ich gerne.