Freitag, 24. Oktober 2014 • 20:00 Uhr
Rekorderrap #2: Amewu – Buddi & Benson – Stevo

Nach einem für uns unvergesslichen Rekorderap#1 mit Jephza&Davido, 2Seiten und Damion Davis, läuten wir die nächste Reimrunde ein: Rekorderrap#2! Und wieder: Deutsche Rapmusik fernab von Sexismusscheiße.

Erneut haben wir drei Acts dabei, über deren Kommen wir alle sehr glücklich sind. Zweimal was aus der Nähe: Der Dortmunder Stevo kommt mal eben für eine Rutsche Rap, der von diesem wohlbekannten Herzen kommt, vorbei – Liebhaberkram. Die Ruhrpottler Buddi&Benson bringen die Sache, mit der sie mittlerweile schon oft genug überzeugt und überwältigt haben: Puren, echten, klaren Rapkram. Mit Buddi ist da ein echter Live-MC, der das klar macht. Und dann ist da wieder ein Gast aus Berlin…und zwar dieser Amewu! Wir freuen uns erneut einen der aus unserer Sicht besten Rapper Deutschlands bei uns präsentieren zu dürfen. Amewu, der Typ, der der Oberfläche Rapdeutschlands Tiefe zeigt und ein schweres Gegengewicht liefert gegenüber allgemeiner Weichspülererei. Weiter unten könnt ihr Karten bestellen.

AMEWU

„„Man ist immer ein bisschen blöd, bis man lernt“

Geboren und aufgewachsen in Berlin, hat die Stadt Amewus Rapstil geprägt. So hörte er sich lieber Battle Rap an, als den Spaßrap, der im Rest der Republik populär war. Der beteuerte redundant wie toll doch alles wäre. Aber Amewu ist wütend und hat Diskussionsbedarf. Deshalb muss Rap für ihn auch aggressiv sein. Gleichzeitig bedarf es aber der Reflektion, denn man sollte wissen, woher die Aggression kommt und nach Ursachen suchen.

Durch die Freakcamp und Keep It Rollin Veranstaltungen rutschte er in andere Genres, die MCs einsetzten. Er traf unvoreingenommene Menschen, die er vorher im HipHop nur selten getroffen hatte. In kürzester Zeit machte sich Amewu in der Grime-Szene einen Namen; . Hier existierte eine Nische, in der sich anfangs noch viel Platz befand, wenn man schnell rappte. Gleichzeitig wurden Grime und Dubstep immer populärer, weshalb Amewu bei vielen Veranstaltungen präsent war.

Hierdurch wurde schließlich auch die Hip Hop Szene wieder auf ihn aufmerksam. Und so sah man ihn wieder verstärkt auf HipHop Events. Gleichzeitig wurde für Amewu die Zusammenarbeit mit Bands relevant. Diesbezüglich prägte ihn musikalisch der Kontakt zu Long Lost Relative oder den Ohrbooten. Bei Sessions und Straßenmusikaktionen der Ohrbooten war Amewu oft dabei, wodurch er einiges lernen und selbst noch musikalischer werden konnte.

Werd und Amewu verbindet ein ähnlicher Musikgeschmack, wodurch DJ Werd nicht nur Amewus Lieblings DJ, sondern auch ein Freund und musikalischer Wegbegleiter wurde.

Amewus 2009 erschienenes Debutalbum “Entwicklungshilfe” machte ihn als einen der besten und talentiertesten (Live-) MC’s Deutschlands bekannt. Dass ihm dieser Ruf vollkommen zu Recht vorauseilt, konnte er mit dem im Juni 2012 erschienen Nachfolger “Leidkultur” eindrucksvoll beweisen.

In spezieller Eigenart beendet er seine Auftritte gerne mit langen Accapellas oder Ansagen. Viele seiner Stücke richten sich bewusst an das Publikum und Amewu macht kein Geheimnis daraus, dass sein Können Teil der Verführung ist. Der Inhalt ist ihm wichtig, die Form sein eigenes Mittel zu Zweck. Und man findet bei ihm fraglos das Selbstbewusstsein, das im Rap erwartet wird, jedoch nicht ohne ausreichend Selbstkritik und -reflektion. Dass man verändern kann und soll, selbst wenn man selber der Veränderung bedarf, das will Amewu vormachen, denn für ihn selbst ist Rap genau das.

BUDDI & BENSON (D.O.P.E.)

Nach Buddis Debütalbum „Currywurst mit Stäbchen“ und Bensons Freedownload-Tape „Lockstoff“ (mit RuggedRome) haben sich die beiden Pottkinder der späten 80iger auf der berüchtigten Freestyle Session im Bochumer Zwischenfall connected und den Grundstein für ihre Zusammenarbeit gelegt.
D.O.P.E. – das steht für „Dreckig, Oldschool, Pott & Echt“ und beschreibt perfekt das Soundbild und die Attitüde, die Buddi und Benson verkörpern.
Der Flavour der Golden Era gepaart mit moderner Technik und Thematik. HipHop Musik ohne Kompromisse, Experimente und ohne Schnick Schnack. Das ist D.O.P.E.!

STEVO

Stevo schreibt hin und wieder Raps und macht auch ab und an mal Beats. Manchmal auch einfach beides zusammen. Und wenn das passiert, kann es sein, dass er plötzlich live auf der Bühne steht und performt. Das klingt dann nach hiphop.

Einlass ist um 20 Uhr.
Um 21 Uhr starten wir mit den Konzerten.
Der Eintritt beträgt 9 Euro.
Die Tickets im Vorverkauf sind inkl. Versand für 10€ zu haben.